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1. SH-Netzwerktreffen der Energiekümmerer: Februar 2014

 

Freitag

Am 21. Und 22. Februar 2014 fand das 1. SH-Netzwerktreffen der Energiekümmerer statt. Die Veranstaltung stand unter dem Thema "Information - Kommunikation - Akzeptanz". Ziel war es, einen regen Austausch zwischen den ehrenamtlichen Kümmerern hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten der Erzeugung von Akzeptanz von bürgerschaftlichen Projekten anzuregen und diese so in ihrem Engagement zu unterstützen. Das Programm der Veranstaltung können Sie hier einsehen.

Einen Einstieg in die Thematik lieferte Wolfgang Apel mit einem Vortrag über die Klimaschutzinitiative Bargteheide. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Energiewende und den Klimaschutz in der Region Bargteheide voranzutreiben, indem sie die öffentliche Debatte zum Thema anregt, interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform für Austausch bietet und verschiedene Akteure und Initiativen vernetzt. In der anschließenden Diskussion stellte sich heraus, dass es sowohl wichtig ist, Anreize im Sinne von Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement zu schaffen, dass aber auch Transparenz und beständiger Dialog mit der Bürgerschaft eine erhebliche Rolle für die Akzeptanz von Projekten zu Energiewende und Klimaschutz darstellen.

Anschließend fand ein Barcamp statt, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Workshops zu den Themen „Kostenlose Wärme für Siedlungen“ und „Gründung einer Energiegenossenschaft an der CAU Kiel“ Erfahrungen austauschen und Probleme wie Lösungsansätze diskutieren konnten.

Am Abend zeigte der Regisseur Tim Boehme seinen Film „Goldrausch auf dem Acker – Streitfall Biogas“ und regte damit eine ausführliche Diskussion über Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten hinsichtlich der Energiegewinnung durch Biogas an.

 

Samstag

Am Samstagmorgen wurden zunächst gemeinsam die Ergebnisse des ersten Veranstaltungstages besprochen. Es wurde festgehalten, dass es bestimmte Faktoren gibt, die die Arbeit von ehrenamtlichen Kümmerern erleichtern und erfolgreicher machen: Zum einen wurde deutlich, dass es sehr wichtig ist, intensiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu pflegen. Dabei muss es genug Raum für Gespräche über mögliche Ängste, aber auch für eventuelle Kritik geben. Insgesamt sollten Projekte von einer stetigen Kommunikation der Entwicklungsschritte begleitet werden, um so Akzeptanz und Verständnis in der Bürgerschaft zu schaffen.

Anschließend stellte Robin Koerth von der CAU Kiel die von ihm entwickelte Lernplattform „Die Lernende Region“ vor. Ziel ist es, eine offen zugängliche Plattform für engagierte Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, die die Vernetzung erleichtert und Transparenz über Projekte und Initiativen schafft.

Im Folgenden fand ein Workshop mit dem Ziel der Entwicklung neuer Bürgerprojekte statt. In Gruppen wurden dabei Ideen zu den Themen „Energieautarkie für ländliche Gemeinden“, „Energiesparen in Haushalten“ und „Bewusstsein und Wissen über regionale Produkte“ näher beraten und erste Konzepte zur Umsetzung erarbeitet.

 Schließlich wurden in einer Abschlussrunde die Ergebnisse der Veranstaltung diskutiert und bereits ein Ausblick auf das folgende Netzwerktreffen im August gegeben. Gemeinsam wurde dabei entschieden, dass Energiesparen und gemeinsame Energieversorgung zentrale Themen des kommenden Netzwerktreffens sein sollen.